nix

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Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Dienstag, 30. März 2010

Abschiedsstimmung

Des Brasilianisch-Portugiesischen noch immer auch nicht nur annähernd mächtig, habe ich doch glatt den Abreisetag missverstanden:
wenn also alles nach Plan läuft werde ich Rio Branco am morgigen (Grün-) Donnerstag in Richtung Boca do Acre verlassen. Da es auch in den letzten Tagen viel und heftig geregnet hat und nur die Hälfte der Strecke aspahltiert ist (Genau an der Landesgrenze zwischen ACRE und AMAZONIA endet der feste und sichere Untergrund (und gleichsam die Zivilisation?)!), erwarte ich eine lange und erlebnisreiche Anreise.
Ebenso habe ich wohl auch immer noch nicht die Zeitverschiebung zwischen hier und Mitteleuropa verinnerlicht:
Jedenfalls kam ich am Dienstag erst rechtzeitig zur 2. Halbzeit des CL-Spiels Bayern gegen ManU " nach Hause". Was meine Augen aber dann sehen durften, hat mein Herz zumindest kurzfristig erfreut! Und vielleicht sollte ich mir Ivica Olic für die kommenden Aufgaben einfach zum Vorbild nehmen!? Ob nun allerdings die Bayern wirklich in Manchester bestehen können, oder es die TuS aus Koblenz sogar noch schafft die Klasse zu halten,... - all das wird mehr oder weniger spurlos an mir vorübergehen. Denn ab nun und für die nächsten 2 Monate wird mein Zugang zu Elektrizität und Internet eher spärlich bzw. unmöglich werden!
Drum habe ich mir noch einmal ein wenig kulturellen und zivilisatorischen "Input" gegönnt:
zwar habe ich dieses Jahr die Berlinale versäumt (und damit ein paar Berliner Freunde vergräult), aber dafür war ich zum ersten (und wohl auch letzten) mal auf dem "Festival de Cine y Video Ambiental AMAZONIA"; danach noch ein kühles Bierchen mit Kaline und Eduardo an den Ufern des Rio Acre und...
Jetzt heißt es zusammenpacken und der (bisher) bloßen Theorie erfolgreiche Arbeitstage im Feld folgen zu lassen. Meine Ausrüstung ist mittlerweile fast vollständig und mit dem ein oder anderem Schmankerl geschmückt. Derart möchte ich denn dann auch der UFAC, dem GIUB, der University of Otago und Sven Heine für die geistige und technische Unterstützung danken.

Insofern ist es fast schon zu verschmerzen, dass "Gerrie" mal wieder zugeschlagen hat:
sie hat es dabei schon wieder auf Socken abgesehen und diesmal meinen "Zauberstrumpf" (mit den geheimen Nutella-Vorräten aus guten, alten Zeiten in Bad Ischl) erbeutet.
Die Zeit des Verzichts fängt an!

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