Samstag stand Sightseeing auf dem Programm:
der Rio Acre, der Rio Branco durchkreuzt, ist zwar weder weiß noch wirklich sauer, weiß aber dem Rheinländer durchaus zu gefallen. Das Ufer besticht durch eine Promenade mit Bars & Restaurants und lädt zum Verweilen ein. Einige davon wurden denn dann auch direkt am Abend besucht bzw. ausgiebig ausprobiert. Höhepunkt des Abends war ein Konzert von Eduardo, Kalines "Enamorado" (Drummer grüßt (und küsst) Drummer!), bei dem ich kurzzeitig einige Brasilianer damit überraschen konnte, dass auch Deutsche tanzen können. (Für mich bleibt allerdings immer noch die Frage offen, warum der langweiligste Teil der Band (Basist) die schönste Frau des Abends sein Eigen nennen durfte!?) Diese Frage konnte nicht ergiebig erörtert werden und auch das letzte Bier gab darüber keinen Aufschluss, so dass wir direkt zum morgendlichen Kater-Frühstück am Mercado übergegangen sind.
Nach 4 h Schlaf ging es dann auch schon mit dem sonntäglichen Familien-Programm weiter, das heute noch dadurch Auftrieb bekam, das Onkel Edson (mein Glücks-Spiel-süchtiger & schnarchender Zimmer-Genosse) heute seinen 55. Geburtstag feierte. So kam ich in den Genuss, viel Fleisch und einen Haufen neuer Gerichte essen zu müssen. (Seitdem beschäftigt mich eine weiter Frage: Was passiert in Deutschland mit all den Hühner-Herzen, die man doch so schön anbraten könnte!?) Außerdem nahm sich Vater Rossi heute zum ersten Mal meiner an und führte mich in den "Social Club" der hiesigen Militär Basis ein.
Canasta ist ein Generationen und Nationen verbindender Zeitvertreib, der zur Sucht werden kann und es herrlich versteht, die grauen Regenstunden zu versüßen.
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