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Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Freitag, 6. Mai 2011

(Zug-) Vogelschutz auf Zypern

Im Frühling 2006 haben wir auf Zypern ein Vogelschutzgebiet ( EU Natura 2000 Netzwerk) auf der südöstlichen Halbinsel mit Cape Greco vorgeschlagen. Dieses wichtige Zuggebiet überwachen wir im Frühling und Herbst, damit die ziehenden Vögel nicht gewildert werden. 
Auf Zypern werden noch immer Millionen von europäischen Zugvögel gefangen oder gejagt. Seit 2002 macht die EU Druck auf Zypern und verlangt die vollständige Abschaffung des Vogelfangs. Er ist illegal.
Es braucht leider auch heute unsere starke Präsenz, besonders im vorgeschlagenen Schutzgebiet, um bei der Regierung die versprochenen Massnahmen durchzusetzen. Leider hat sich beim Vogelfang im Jahr 2010 nichts gebessert, im Gegenteil, die Fangquoten zeigen überall nach oben und die Angst ist groß, dass die Anzahl der Zugvögel abnimmt. Die Leute der Insel essen die getöteten Vögel mit grösster Selbstverständlichkeit. Deshalb können auf Zypern noch kaum einheimische aktive Mitstreiter zum Schutz der Zugvögel gefunden werden. Mit freiwilligen Helfern aus Europa beobachten wir, dass das Zugvogelfangverbot auch in diesem Jahr in unserem Zuggebiet durchgesetzt wird.
Das Jagdamt stellt Teams von zyprischen Wildhütern zusammen oder die Polizei schickt uns eine Polizeipatroullie, welche unsere Gruppe unterstützen. Die Unterstützung ist nicht immer ausreichend. Die Jagdaufseher und die Polizisten sind leider zu wenig zahlreich und überlassen uns die Überwachung des Geländes. In allen Fällen arbeiten wir als Beobachter. Jede Konfrontation oder Abrechnung mit den Vogelwilderern (Verhaftungen) müssen und wollen wir in jedem Fall den Jagdaufsehern und der Polizei überlassen.
Die Befreiung und Pflege der Vögel aus den Netzen und von den Leimruten ist unsere Aufgabe.
 







1 Kommentar:

  1. Vollstaendiges Verbieten traditioneller Jadg ist immer schwierig und wird oftmals nicht von lokalen Gemeinden akzeptiert, ganz besonders nicht wenn das Verbot von aussen kommt. Einfuehren von populationsgroessen-abhaengigen Fangquoten waere wahrscheinlich erfolgreicher, muesste natuerlich auch ueberwacht und kontrolliert werden was wieder finanziell und organisatorisch aufwendig ist.
    Natuerlich darf in einem Schutzgebiet garnicht gefangen werden :-)

    hoffe dir geht's gut!
    liebe gruesse aus'm verregneten NZ (am wochenende hat die Enten-jadg-saison begonnen :-)
    K.

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