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Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Freitag, 12. Juli 2013

AWATSCHINSKIJ (2751m)

NALYCEVO-Naturpark

Nördlich von Petropawlowsk und Elizovo liegt der 1995 eingerichtete Naturpark Nalyčevo (ca. 30.000ha). Der Naturpark ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, der in dem weiten Tal zwischen den beiden Vulkankomplexen Korjakskij/Avačinskij im Süden und Zupanovskij/Dzendzur im Norden zum Pazifik fließt. Neben den vier genannten Vulkanen beherbergt der Park noch neun andere, erloschene „Feuerberge“, die zusammen mit den Tundren und Steinbirkenwälder eine beeindruckende Gesamtkulisse ergeben. Seit 1996 gehört dieser Naturpark zusammen mit anderen Schutzgebieten Kamtschatkas zum UNESCO-Weltnaturerbe „Vulkane Kamtschatkas“.

















AWATSCHINSKIJ

Besonders empfehlenswert ist die Besteigung des  aktiven Vulkans Awatschinskij.  Obwohl dieser Somma-Vulkan (d.h. neuer Krater in alter Caldera gelegen) „nur“ 2751 Meter hoch ist, sollte man seine Besteigung nicht unterschätzen: von den auf ca. 900 Metern gelegenen Berghütten (Tourbasa) sind es fast 2000 Höhenmeter beim Aufstieg sowie beim Abstieg.  Auf gut sicht- und gangbaren Wegen geht es ca. 5-6 Stunden bergauf; 3-4 Stunden benötigt man für den Abstieg. Gerade die letzten, meist stark windgepeitschten  Höhenmeter auf rutschigem Lava-Geröll erfordern noch einmal alle Kräfte.
 















Lohn der Mühen ist eine unvergleichliche Aussicht auf die umliegenden Vulkane des mittleren Ostens, die Pazifik-Küste samt die Avača-Bucht und auf einen aktiven, dampfenden Vulkan.  Die Fumarolen mit ihrem allgegenwärtigen Schwefel-Geruch sind schon weithin sicht- und riechbar; oben erwartet einen dann der sog. Lavadom – ein „Gebilde“, das man leicht mit einem Korken auf einer strak geschüttelten Sekt-Flasche vergleichen kann. Ist die Magma eines aktiven Vulkanes so zäh, dass sie nicht wie Wasser abfließen kann, sondern wie ein dicker Brei herausgepresst wird und dann erstarrt, entsteht eine blumenkohlartige Struktur aus Gestein und Gas. Wird dieser stets wachsende Dom über den Kraterrand gepresst, kann sich das gesamte Vulkansystem entlasten, was nicht oft in Form von pyroklastischen Strömen (glühende Asche, heißes Gestein und Gasen) geschieht.


































 

1 Kommentar:

  1. Hallo Bernhard!
    Schön, alte Bekannte wiederzusehen! Sei es die traumhafte kamtschatkische Vulkanwelt oder einen Teil der Reiseteilnehmer! ;-)
    Hoffe, Ihr hattet eine gute Zeit - freue mich schon auf weitere Impressionen von den Feuerbergen!
    Lieber Gruss, Angela

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