Als Kjölur (dt. Kiel) wird traditionell die 600 bis 700 Meter hohe Geröll- und Lavawüste zwischen den Eiskappen Langjökull und Hofsjökull bezeichnet. Deutlich spiegelt das Gebit den Einfluss von Eiszeiten und Vulkanismus wider. Wer heute die Kjölur-Hochebene durchquert, findet dort eine äußerst karge Wüstenlandschaft.
Bedeutend grüner gestaltet sich dagegen die Umgebund der "alten", bereits im 10. Jhd. bekannten Route über Kjölur. Diese verlief weiter westlich, im Schatten der Eiskappe Langjökull, wo es in regelmäßigen Abständen Gras für Pferde gab. Das war ein wichtiger Vorteil des KJAVELGUR, der sich in den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung zur bedeutendsten Verbindungsroute zwischen Nord- und Südisland aufschwang. Ein Fluch und weitere negative Gerüchte führten dazu, dass der Weg im 18. Jhd. ein wenig in Vergesenheit geriet und nur noch wenige Menschen eine Kjölur-Überquerung wagten. Das änderte sich erst, als der dänische Landvermesser Daniel Braun die Strecke 1897/98 mit stattlichen Steinwarten markierte, die Reisenden bis heute den rechten Weg weisen. Heute gehört der 51km lange Kjavelgur, der weitgehend dem Verlauf des alten Reitweges folgt, zu den schönsten Wanderwegen des Landes.
TAG 3 (21.08.2015):
PJOFADALIR - HVERAVELLIR (10km)

HVERAVELLIR
Mit seinen vielen Solfataren, heißen Quellen und farbenfrohen Sinterablagerungen gehört Hveravellir (dt. Ebene der heißen Quellen) zu den außergewöhnlichsten Hochtemperaturgebieten Islands. Seit 1970 steht das 170ha große Areal, das vermutlich schon seit mehr als 6000 Jahren existiert, unter Naturschutz. Als Rastplatz war die Hochlandoase übrigens schon seit dem 9. Jhd. unter dem Namen Reykjavellir (dt. Rauchebene) bekannt. Die heißen Quellen wurden damals zum Kochen genutzt, während das umgebende Grasland Nahrung für die Pferde bot.
Bedeutend grüner gestaltet sich dagegen die Umgebund der "alten", bereits im 10. Jhd. bekannten Route über Kjölur. Diese verlief weiter westlich, im Schatten der Eiskappe Langjökull, wo es in regelmäßigen Abständen Gras für Pferde gab. Das war ein wichtiger Vorteil des KJAVELGUR, der sich in den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung zur bedeutendsten Verbindungsroute zwischen Nord- und Südisland aufschwang. Ein Fluch und weitere negative Gerüchte führten dazu, dass der Weg im 18. Jhd. ein wenig in Vergesenheit geriet und nur noch wenige Menschen eine Kjölur-Überquerung wagten. Das änderte sich erst, als der dänische Landvermesser Daniel Braun die Strecke 1897/98 mit stattlichen Steinwarten markierte, die Reisenden bis heute den rechten Weg weisen. Heute gehört der 51km lange Kjavelgur, der weitgehend dem Verlauf des alten Reitweges folgt, zu den schönsten Wanderwegen des Landes.
TAG 3 (21.08.2015):
PJOFADALIR - HVERAVELLIR (10km)
| Oskurhóll (dt. Donnerkegel) |
| Oskurhóll (dt. Donnerkegel) |
Mit seinen vielen Solfataren, heißen Quellen und farbenfrohen Sinterablagerungen gehört Hveravellir (dt. Ebene der heißen Quellen) zu den außergewöhnlichsten Hochtemperaturgebieten Islands. Seit 1970 steht das 170ha große Areal, das vermutlich schon seit mehr als 6000 Jahren existiert, unter Naturschutz. Als Rastplatz war die Hochlandoase übrigens schon seit dem 9. Jhd. unter dem Namen Reykjavellir (dt. Rauchebene) bekannt. Die heißen Quellen wurden damals zum Kochen genutzt, während das umgebende Grasland Nahrung für die Pferde bot.
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