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Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Freitag, 4. September 2015

Ƥórsmörk – Skógar

Ƥórsmörk – Skógar (950m ↑; 1150m ↓; ca. 8-10h)

LANGIDALUR


Die meisten Wanderer starten die Überquerung des 1100m hohen Fimmvörðuháls-Passes von Básar aus. Bei der rund 25km langen Wanderung bis Skógar verlassen wir das milde und waldige Gebiet von Ƥórsmörk und machen uns auf den Weg durch die von tiefen Schluchten und glitzernden Eisfeldern geprägte Urlandschaft Goðaland. Zunächst geht es durch stark vulkanisch geprägte Landschaften immer weiter bergauf (ca. 400 Höhenmeter) bis man nach ca. 1-2 Stunden das Hochplateau Morinsheiði (834m) erreicht. Spätestens hier ergeben sich – bei gutem Wetter – faszinierende Ausblicke auf das Flusstal der Króssa und die nun direkt vor uns liegenden Gletscher des Eyjafjallajökull. Spätestens hier wird die Entscheidung getroffen, ob die heutige Wetterlage eine Überschreitung des Fimmvörðuháls-Passes ermöglicht; besonders die starken Fallwinde können gefährlich sein. So wartet denn dann auch am Südende der Morinsheiði der Übergang zu einem schmalen Grat mit dem vielsagenden Namen Heljarkambur (dt. Höllenkamm). Auf der anderen Seite erstreckt sich ein langer Steilhang mit dem passenden Namen Brattafönn (dt. steiles Schneefeld). Hier warten auch im Hochsommer ausgedehnte Schneefelder; gelbe Markierungsstangen und die Spuren der anderen Wanderer weisen uns den Weg nach oben. Lohn der Mühen ist der 1100m hohe Pass Fimmvörðuháls – eingerahmt durch die mächtigen Eiskappen des Eyjafjallajökull (im Westen) und des Myrdalsjökull (im Osten), während man im Süden schon das Meer mit seinem schwarzen Küstensaum sehen kann. Die Landschaft wie auch die Wegführung hat sich nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull im Frühjahr 2010 komplett geändert. Über Blocklavafelder gelangt man zur kleinen, aber gemütlichen  Wanderhütte Fimmvörðuskáli (1078m). Eine weitere Hütte wartet etwas weiter unten: Baldvinsskáli (920m). Zwischen diesen beiden Hütten erstreckt sich ein weites Vulkanaschefeld. 

Eyjafjallajökull
Von den beiden Hütten geht es nur noch bergab durch das herrliche, grüne, von Wasserfällen und Schafen gesäumte Tal der Skógá. Besagte Skógá überschreitet man mittels einer Brücke. Von jener Brücke bieten sich zwei Möglichkeiten des Abstiegs: am Schnellsten und Bequemsten ist der Abstieg über die östlich gelegene Jeeppiste (ca. 1,5 – 2h). Etwas länger, jedoch wesentlich reizvoller ist der Wanderweg am Ostufer der Skógá, die sich z.T. in tiefen Schluchten und über etliche Kaskaden hinunter ins Tal ergießt. 
Brücke über die Skógá

































Den krönenden Abschluss bildet der Skógafoss, der über den Rand einer ehemaligen Steilküste ca. 60m in die Tiefe stürzt. Hier endet diese wunderschöne Etappe und die isländische Zivilisation beginnt; direkt unterhalb des Skógafoss befindet sich einer der schönsten und beliebtesten Zeltplätze Islands.

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