Wenn erwachsene Menschen freudig
„Onça!“ jubilieren…
Wenn Landratten zu echten
Flussschippern werden…
Wenn sich ein gesamter Kleinbus
schlagartig entleert…
Wenn Kamerafallen die Nachtaktivitäten der Tapire aufzeichnen…
Wenn Kamerafallen die Nachtaktivitäten der Tapire aufzeichnen…
…dann wart ihr wohl auch mit mir im
Pantanal unterwegs! ;-)
Die von mir geleitete Reise ins
Pantanal ist nicht ohne Grund eine Sonderreise und in jeglicher Hinsicht
einmalig. Die ersten Tage verbrachten wir auf verschiedenen Fazendas, um einen
ersten Eindruck dieses Naturparadieses zu bekommen. Gerade die Vogelfreunde
unter uns hatten damit zu tun, die riesige Artenvielfalt zu bestimmen und
abzulichten. Die Vogelwelt im Pantanal besitzt über 600 Arten: Unzählige
Wasser- und Watvögel teilen sich den Lebensraum mit einer Vielzahl an
Greifvögeln, hyperaktiven Kolibris, farbenfrohen und lauten Papageien,
erhabenen Nandus und den sympathischen Tukanen. Wer es weniger mit den
Federträgern hatte, konnte sich an munteren Kapuzineraffen erfreuen oder auf
Tuchfühlung mit Kaimanen gehen.
Da sich in Pouso Alegre der
Flachland-Tapir nicht an die internen Absprachen hielt und uns des Abends am
Wasserloch versauern ließ, verabschiedeten wir uns nach einer weiteren
Morgensafari von diesem magischen Ort. Auf dem Weg zurück auf die
Transpantaneira – der einzigen Straße durch das Pantanal – erwarteten uns
gleich zwei zoologische Highlights: zunächst begegneten wir einem Tamandua,
einem Ameisenbären, der mit seiner langen Nase in den umliegenden
Termitenhügeln nach seinem wohlverdienten Frühstück suchte. Danach wurde es
hektisch: Bosco, unser eher gemütlicher Fahrer, hatte es mal wieder als Erster
gesehen, den Wagen ruckartig gestoppt und war dann auch schon nicht mehr zu
sehen. Doch auch unsere Reaktionszeit war beeindruckend! Für wenige Augenblicke
konnten wir eine zoologische Rarität bestaunen – und dies zur Mittagszeit: das
eigentlich strikt nachtaktive, sehr seltene, fast mythische Riesen-Gürteltier
trottete gemütlich über die Transpantaneira. Keiner unserer brasilianischen
Guides und Fahrer hatte dieses Tier jemals vorher gesehen.
Derart beglückt verbrachten wir die
restlichen Tage im Pantanal am und auf dem Rio Paraguay. Es sollte noch besser werden!
Unsere vielen Bootsstunden auf dem Fluss und seinen Nebenarmen wurden mit
ebenso vielen Jaguar-Sichtungen belohnt. Und wir konnten den heimlichen König
des Pantanals nicht nur sehen, sondern auch über Stunden aus nächster Nähe, z.
B. beim Jagen, beobachten. Jede Boots-Ausfahrt brachte mindestens eine
Jaguar-Sichtung, die am Abend auch mit mindestens einem Toast („Onça!“ für Onça
pintada = Jaguar) gefeiert werden musste. Während wir uns dann doch auch einmal
ein paar Stunden Schlaf genehmigten, drehte dann auch noch ein ziemlich
entspannter Tapir ein paar Runden vor unserer zuvor aufgestellten Kamera-Falle.
Eine alles in allem sehr erfolgreiche, sehr lustige, faszinierende und besondere Sonderreise!
Mega Fotos! Mega Reise!! ������
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