nix

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Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Mittwoch, 6. Juni 2012

Chavín de Huántar

Nachdem ich mit Nestor in einem Tag von Olleros nach Chavín gelaufen bin, habe ich mir am Folgetag noch ganz gemütlich das neue Museum und die archäologische Stätte angesehen.











Chavín de Huántar hat einer Kultur den Namen gegeben, die sich zeitlich zwischen 1000 v. Chr. bis 200 v. Chr. erstreckte, aber niemals ein geographisches Zentrum bildete. Viel eher ist es wahrscheinlich, dass dieser Ort am Schnittpunkt zwischen der Verbindung vom Bergland zur Küste und der Route von Norden nach Süden lag. Die Kultur breitete sich sowohl im Hochland als auch entlang des Küstengebietes aus und hat viele der nachfolgenden Kulturen beeinflusst.
















Die Anlage gilt als das älteste Steinbauwerk in Peru. Die Steinklötze aus Granit stammen vom Kahuish-Pass und wurden zur Regenzeit herangeflößt. Sie umfasst zahlreiche Gebäude mit diversen Plattformen und Innenhöfen, die zum Teil durch unterirdische Gänge miteinander verbunden sind. Das Hauptbauwerk, von den Spaniern irrtümlicherweise „Castillo“ genannt, ist eine dreistöckige, quadratische Pyramide, mit einer Seitenlänge von 70 m und einer Höhe von etwa 15 m. Zum Schutz vor Erdbeben sind die Seitenwände um 7 Grad geneigt. Im Inneren befindet sich ein Labyrinth von kleinen Kammern, Treppen und Rampen, die durch unterirdische Gänge miteinander verbunden sind und waagrechte Ventilationskanäle aufweisen.


Im Zentrum des Bauwerks befindet sich der 4,5 m hohe Monolith „El Lanzón“, ein menschlich gestaltetes Gottesbild, das sich im Schnittpunkt kreuzförmiger Galerien befindet. Die Figur in der Form eines Messers mit dem Griff nach oben, zeigt ein Raubtiergesicht mit zahlreichen Schlangen zwischen den Zähnen. An den Haarenden und sogar vom Gürtel hängen Schlangen herab.











Am Beeindrucksten für mich waren dabei bestimmt die zoomorphen Gottesabbildungen - angelehnt an Jaguar, Kaiman, Schlange und Adler - und die verzierten pututos (= Instrumente/Signalhörner aus Schneckenhäusern).


1985 wurde Chavin von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt!













 

"Junto a este pueblo de Chavin hay un gran edificio de piedras muy labradas de notable grandeza; era guaca, y santuario de lo mas famosos de los gentiles, como entre nosotros Roma y Jerusalem a donde venian los indios a ofrecer, y hacer sus sacrificios; porque el demonio en este lugar les declaraba muchos oraculos y asi acudian de todo el reyno."
Fray Antonio Vazquez de Espinoza (1616)

katzenköpfige Gottheiten, Grinsekatzen oder doch nur Wutzen!?



1 Kommentar:

  1. Hallo, lieber Bernhard. Danke für die mail und auch erneut für die schönen Bilder und erklärungen von dem Museumsbesuch, für die nächsten tage viel Spass bei der FußballEM wir haben gestern zusammen Deutschl. und Portugal gesehen ; für meinem Begriff muß dei Deutsche Mannschafft laufen lernen, es kann nur besser werden. Gruß Mama.

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