nix

nix
Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns.
(Eugene Lonesco)

Samstag, 6. Dezember 2014

Mpumalanga – mehr als nur Kruger National Park

Warum Mpumalanga?
Die südafrikanische Provinz Mpumalanga („Land der aufgehenden Sonne“) wird geprägt von der weiten Landschaft des „lowveld“  und der beeindruckenden Szenerie des Escarpment, einem geologischen  Bruch.
Auf dem Weg von Johannesburg nach Osten durchquert man endloses Grasland, das ganz langsam und leicht in eine Hügellandschaft übergeht, die letztlich in den gewaltigen Gipfeln des Escarpment enden, den Transvaal Drakensbergen. Weiter im Osten fällt das Escarpment in die wildreichen Ebenen des „lowveld“ um den Krüger Natioanlpark ab.
Eben jener riesige, berühmte und faszinierende Nationalpark Südafrikas ist der Grund, weshalb nahezu jeder Besucher Südafrikas der Provinz Mpumalanga einen Besuch abstattet. Doch Mpumalanga hat darüber hinaus noch sehr viel mehr zu bieten…!



Wie kommt man nach Mpumalanga?
Ein Flugzeug bringt Dich nach Johannesburg; ein Autovermieter wartet am Flughafen mit einem Mietwagen auf Dich; Du fährst die gut ausgebaute N4 nach Osten und erreichst nach ca. 350km unweigerlich Nelspruit.
Nelspruit ist die Hauptstadt der Provinz Mpumalanga und damit DAS Tor zum Krügerpark: Nelspruit eignet sich als Raststation und Versorgungsstation (mehrere große Supermärkte etc.) auf dem Weg in den Krügerpark, übernachten würde ich allerdings im nur ca. 30km entfernten Aussteigerdorf Kaapsche Hoop. Das knapp 1700m hoch gelegene bietet angenehmes Klima, beschauliche Ruhe und Sicherheit in netten,originellen Unterkünften, freilaufende Pferde, gut ausgebaute Wandermöglichkeiten und herrliche Blicke vom Escarpment hinunter in die aufgeforsteten Talschluchten.






Was bietet der Kruger National Park?
- viel Platz:
Der Kruger National Park ist 320km lang, 40 bis 80km breit und umfasst eine Fläche von ca. 20.000m² (in etwa die Größe von Rheinland-Pfalz). Der Great Limpopo Transfrontier Park ist das größte Naturschutzgebiet Afrikas – er vereinigt auf knapp 100.000m² den Gaza Park in Mo
çambique mit dem Gonarezhou National Park in Zimbabwe und den südafrikanischen Kruger National Park.
- afrikanische Wildnis im Kleinen wie im Großen:
Neben den BIG FIVE (, die wir im Krügerpark übrigens innerhalb von ca. 20 Stunden „abgehakt“ hatten!) sollte man sich auch die Zeit und Muße für all die anderen Tiere des Parks nehmen (z.B. für die Small Five: Elefantenspitzmaus, Nashornkäfer, Büffelweber, Ameisenlöwe, Leoparden-Schildkröte) und für dessen Probleme (Wilderei; Elefanten etc.).
- ein unvergleichbar günstiges Safari-Erlebnis:
gerade im Vergleich zu den ostafrikanischen Parks in Tansania oder Kenia sind die Eintritts- und Übernachtungspreise im Krügerpark äußerst günstig.
- eine über 100jährige Geschichte!!!
- eine unvergleichbare, touristische INFRASTRUKTUR:
Bei bis zu 6000 Besuchern täglich bedarf es einer ausgeklügelten und funktionierenden Infrastruktur: Besucher können den Park sowohl auf Asphalt-, wie auch auf Schotterpisten erkunden; annähernd 20 feste Camps (jedes mit Campingplätzen, Bungalows, Lodgen, Tankstellen, Shops etc.) laden zum rasten oder Übernachten ein; Übernachtungsmöglichkeiten von Camping (oder Übernachtung in einem „Hide“) bis hin zu 5-Sterne-Lodgen in den privaten angegliederten Konzessionen; Outdoor-Aktivitäten wie Bush Walks, Mountain Bike Touren, 4x4 Trails, Golfkurs etc.
-…























Was sollte man im Kruger National Park beachten?
Die größten Probleme für den Krügerpark sind Wilderei, Buschbrände UND uneinsichtige, verantwortungslose Touristen. Viele „Problemtiere“ werden erst durch Menschenhand zu einem Problem, das in der Folge beseitigt werden muss: angefütterte Wildtiere (z.B. Paviane) verlieren die natürlich Scheu gegenüber Menschen, bedrängte Tiere (z.B. Elefanten) versuchen, sich zu schützen und zu wehren; etc.
Die Tore der befestigten Camps innerhalb des Parks öffnen zum Sonnenaufgang und schließen zum Sonnenuntergang. Auf allen Wegen gelten Höchstgeschwindigkeiten (40-50km/h), die auch streng überwacht werden. Man sollte den Safaritag möglichst so planen und terminieren, dass man zu keiner Zeit in Hetze gerät oder gar in Gefahr, das angepeilte Camp nicht bis zum Sonnenuntergang zu erreichen (Hohe Strafen warten dann!). Oftmals versperren Elefanten die Weiterfahrt und machen einen Umweg unausweichlich.
Der gesamte Krügerpark ist potentielles Malariagebiet!


Was bietet der Blyde River Canyon National Park?
Herzstück des ca. 50.000ha großen Nationalparks ist die gewaltige Schlucht des Blyde River – an manchen Stellen 700m tief. Auf einer Strecke von knapp 30km hat sich der Blyde River in die felsige Landschaft der Transvaal Drakensberge geschnitten. Er überwindet dabei einen Höhenunterschied von ca. 1000m. Der Nationalpark ist für seine üppige und vielfältige Flora und Fauna, für seine Wasserfälle und für seine besonders spektakulären Aussichtspunkte bekannt. Die Infrastruktur ist sowohl für Tagesbesucher und Durchreisende als auch für längere Aufenthalte ausgerüstet – nette und urtümlich Unterbringungen wie in Graskop und dem ehemaligen Goldgräberstädtchen Pilgrim´s Rest laden zum Verweilen ein, Mehrtageswanderungen zum Kennenlernen der landschaftlichen Reize der Region.















Und nach Mpumalanga…???

...könnte man hinüber nach Moçambique fahren (von Johannesburg sind es ca. 7h (550km) bis Maputo; von Nelspruit nur noch 3-4h).
…könnte man sich den Naturschönheiten der Provinz KwaZulu-Natal (Drakensberge, diverse Natur- und Wildreservate, wunderschöne Küsten am Indischen Ozean) widmen.

…könnte man das Königreich Swaziland, ob seiner Naturschönheiten und seinem reichem kulturellen Erbe besuchen.

…könnte man von Johannesburg aus seine Reise fliegender Weise fortsetzen; nach Port Elizabeth (Anfange bzw. Ende der Garden Route), nach Kapstadt, nach Windhoek (Namibia) oder…oder…oder... Johannesburg ist DER Verkehrsknotenpunkt im südlichen Afrika!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen