Dort war alles wie gehabt:
So wusste z.B Nonato auch weiterhin mit den immer gleichen (oder waren es neue!?) Jagd- und Angelgeschichten zu nerven, die in dieser Woche insofern mit Leben befeuert wurden, als dass der Purus wieder stark anstieg (, nachdem er wochenlang gefallen war). Was schlecht für den Fischfang ist, ist gleichermaßen schlecht für den Essensteller! Stellte sich vorher nur die Frage, ob es den Fisch gekocht (Caldo), frittiert( frito) oder als Charque (erst gesalzen und getrockent, dann wieder eingekocht) gibt, blieb der Teller diese Woche sogar einmal fleischleer (O Schreck!). Diese weidmännische Schmach konnte Nonato natürlich nicht auf sich sitzen lassen und erschoß am Folgetag ein Aguti für die Familie. Dem Ernährer sei gedankt, dass ich wenigstens so die heimische Fauna kennen lerne! (Allerdings stellt sich mir mittlerweile die Frage, ob es im Tierreich eine lösbare Formel zwischen dem Festmaß (Geischt oder Volumen) an Fleisch und dem selbigen Festmaß an Knochensubstanz gibt!)
Zu weiterem Wissensgewinn trugen denn dann auch meine (immer noch nicht vollständigen) Foto-Fallen bei, die diesmal eine Ratte und u.U. wieder ein Opossum am Tatort zeigen (- ohne allerdings eine Tat (Fruchtmord) zu begehen). (Dabei sind die Kleinsäuger wohl bedeutend einfacher den Baum raufgekommen als der ungelenke Wissenschaftler! - Die Kamera befindet sich immerhin in 4m Höhe!)
Das andere "Kleinvieh" konnte ich leicht den unzählbaren Crianças aus Santo Elias zuordnen. Santo Elias liegt am gegenüberligenden Ufer, verfügt neben dem Kinderreichtum über einen Dieselgenerator und einer "Estufa" zum Kakao-Trocknen. Dort wartete man schon lange auf mein "O.K.!" zum Kakao-Sammeln, das ich denn dann auch am Sonntag schweren Herzens von mir gab. Danach betätigte ich mich als "Führer", um den "Einheimischen" die mir mittlerweile bekannten Bäume persönlich vorzustellen.
An genau jenem Sonntag wurde denn dann auch wiederum ein "friagem" vorstellig, der uns einen ungewohnt grauen, tristen und kühlen Tag bescherte:
die vorher ins Unerträgliche gestiegene Dichte an stechenden Fluginsekten (Verflucht seien Garapana und Pium!) gewahrte uns und unserem Blut eine Atempause;
zum ersten Mal musste ich des Nachts meine Zelttür schließen, um mich und den Innenraum mit warmen Gedanken zu nähren.

Das andere "Kleinvieh" konnte ich leicht den unzählbaren Crianças aus Santo Elias zuordnen. Santo Elias liegt am gegenüberligenden Ufer, verfügt neben dem Kinderreichtum über einen Dieselgenerator und einer "Estufa" zum Kakao-Trocknen. Dort wartete man schon lange auf mein "O.K.!" zum Kakao-Sammeln, das ich denn dann auch am Sonntag schweren Herzens von mir gab. Danach betätigte ich mich als "Führer", um den "Einheimischen" die mir mittlerweile bekannten Bäume persönlich vorzustellen.An genau jenem Sonntag wurde denn dann auch wiederum ein "friagem" vorstellig, der uns einen ungewohnt grauen, tristen und kühlen Tag bescherte:
die vorher ins Unerträgliche gestiegene Dichte an stechenden Fluginsekten (Verflucht seien Garapana und Pium!) gewahrte uns und unserem Blut eine Atempause;
zum ersten Mal musste ich des Nachts meine Zelttür schließen, um mich und den Innenraum mit warmen Gedanken zu nähren.

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